Rockpalast Bootleg 2. Tag, 21. Januar 2004-by Chainz-

Die erste Band des Abends war The Crash. Der Name versprach einiges: Energie, Power, Krach. Irgendwas in dieser Art. Tatsächlich aber sind The Crash für den Werbesong bei eBay verantwortlich ("Star"), der sich zwar in den Gedanken einprägt, aber keine der o.g. Eigenschaften beinhaltet. Naja, aber jede Band hat ja meistens einen Song, der nicht ins Konzept passt, der breiten Masse aber gefallen soll. So stellte man sich das auch bei The Crash vor...aber nix wars. Genau genommen war "Star" noch der beste Song während der ganzen Show, während die anderen Lieder einfach so vor sich herdümpelten und einen nach 2-3 Liedern spätestens bereits die Langeweile überkam. Den Sänger kann man stimmlich wohl am besten mit Mark Greaney von JJ72 vergleichen, da beide stark feminin versuchen zu singen, was dem Frontmann von The Crash allerdings nicht gelingt. Auch die begleitenden Keyboards hören sich eher an als seien sie für Kinderlieder entstanden, um jene in den Schlaf zu schicken.
Das anwesende Publikum, größtenteils Metal-Fans, konnten mit dieser Art Musik natürlich nicht viel anfangen, was sich in Zwischenrufen wie "Slayer", "Metallica" oder "You Suck" deutlich machte. Das Konzert war also sowohl für die Band, die sicherlich andere Stimmungen gewohnt ist, als auch für das Publikum schwer zu ertragen. Positiv festhalten sollte man allerdings noch, dass die Bandmitglieder recht sympathisch rüberkamen und selbst wussten, dass sie keine Chance hatten, die Leute von ihren Qualitäten zu überzeugen.
Nach einer Stunde Spielzeit verabschiedete sich die Band dann von der Bühne und es war Zeit für die Band, auf die 95% der Anwesenden gewartet hat...

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Empfehlungen (auf Wunsch von Ommtom in Kette statt Ommmm umgeändert *g*):
(K=War nix, Ke=Na ja, Ket=Ok, Kett=Holla, doch mehr, Kette=Spitze!)

PICS

...EDGUY! Eine der besten deutschen Metal-Bands im kleinen Underground in Köln. Wer hätte sowas erwartet? Nach wenigen Stunden waren die Karten für das Event natürlich schon ausverkauft und somit sah man viele Leute in Edguy- oder Wacken-Shirts. Beste Voraussetzung also für ein wunderbares Konzert.
Und vorweg: Die Band hielt, was sie versprach.
Tobias Sammet, Mastermind von Edguy, war zwar stimmlich aufgrund einer Grippe angeschlagen, aber Profi genug, den Auftritt noch gut hinter sich zu bringen. Los ging es mit dem Titeltrack "Tears Of A Mandrake" ihres letzten Albums und schon da gab es kaum ein halten mehr. Wildes headbangen, ein kleiner Pogokreis und aus allen Kehlen den Refrain mitgesungen. Das sollte sich auch die nächsten 9 Lieder nicht mehr ändern, da abgesehen von den 2 neuen Songs der bald erscheinenden EP, ein Best-Of Programm der feinsten Art gespielt wurde. Verwunderte Blicke erntete Sammet, als er die Halbballade "Scarlet Rose" ankündigte, die in letzter Zeit live nicht mehr gespielt wurde. Der Song war dann auch gleich der größte Abräumer des Abends, wobei man sagen muss, dass er nicht ganz sauber gespielt wurde. Aber das störte die anwesenden Fans nicht im geringsten und es wurde weiterhin mit der Band eine Party gefeiert.
Edguy hatten sichtlich Spaß an dem Auftritt und Sammet sprach in seiner gewohnt etwas arrogant wirkenden Art, die ihm an diesem Abend aber keiner abnahm, noch viel mit den Fans und ließ sie auch oft mitsingen. Die Zugabe-Forderungen konnten leider nicht mehr erfüllt werden, da die Zeit abgelaufen war.
Fazit: Eine hervorragende Band in einem gemütlichen Ambiente...was will man mehr?

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Empfehlungen:
(K=War nix, Ke=Na ja, Ket=Ok, Kett=Holla, doch mehr, Kette=Spitze!)

hinzugefügt: January 26th 2004
Tester: Chainz